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Konzept Schulerfolg von Anfag an Jedes Kind ist wichtig und kann gefördert werden Die präventive Grundschulförderklasse (Vorklasse) |
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Zielsetzung
Zukünftige Erstklässler, also noch
Kindergartenkinder, mit erhöhtem Förderbedarf
(Entwicklungsverzögerungen/ sprachlichen Defiziten) können bereits ein
halbes Jahr vor der Einschulung durch den Besuch der Vorklasse
gefördert werden. Ziel dieser besonderen Klasse ist eine intensive
Vorbereitung auf die Schule und damit verbunden ein optimaler
Schulstart und eine gelingende Schullaufbahn. Eine Zurückstellung oder
Wiederholung einer Klasse soll damit weitgehend vermieden werden. Die
Kinder werden motiviert und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.
Allgemeines
Die Vorklasse findet in der Bachschule im 2.
Schulhalbjahr an drei Tagen in der Woche statt (Dienstag, Mittwoch und
Donnerstag, jeweils von 8.00 Uhr bis 10.40/11.25 Uhr). In der
restlichen Zeit und während der Schulferien besuchen die Kinder
weiterhin ihre Kindertageseinrichtung. Ein gutes Miteinander von Schule
und Kindertageseinrichtung ist von daher eine wichtige
Grundvoraussetzung der präventiven Förderung. Erzieherinnen, Eltern und
die Lehrerin der Vorklasse arbeiten eng zusammen, um den Kindern eine
möglichst umfassende Förderung zu gewährleisten.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein
wichtiger Baustein, um das Gelingen der präventiven Förderung sicher zu
stellen.
Auswahl der Kinder
Unter Einbeziehung der Erzieherinnen, der Eltern und der Ärztin vom Gesundheitsamt entscheidet die Schule, welche Kinder einen intensiven Förderbedarf haben und die Vorklasse besuchen sollten. Bei Bedarf folgt ein gemeinsames Gespräch mit Erzieherinnen, Eltern und der Lehrerin der Vorklasse. Nach Möglichkeit sollten Elternhaus, Tageseinrichtung und Schule einstimmig den Besuch der Vorklasse befürworten, um eine breite Unterstützerbasis zu gewährleisten.
Inhalte
Ein Schwerpunkt in der Vorklasse ist die
Sprachförderung. Wortschatz und Sprachverständnis der Kinder werden
erweitert und gestärkt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die phonologische
Bewusstheit und die auditive Wahrnehmung als Grundlage zum
Schriftspracherwerb. Zur Unterstützung arbeiten wir mit dem Würzburger
Trainingsprogramm.
Außerdem finden die Freiberger Sprachspiele und die Arbeitshilfen von
Prof. Dr. Manfred Spitzer, Ulm, reiche Anwendung.
Die
verschiedenen Basiskompetenzen
Für viele Kinder ist
eine Förderung im Bereich der Feinmotorik oder Graphomotorik
wichtig, um auf den Schreiberwerb gut
vorbereitet zu sein.
Im Rahmen der Projekttage der Bachschule machen die Kinder
der Vorklasse verschiedene Ausflüge. z.B. in die Wilhelma, ins
Rosensteinmuseum oder ins Waldheim. Die Kinder sind mit viel Interesse
dabei, und es ist eine tolle Möglichkeit, mit allen Sinnen Sprache zu
erleben und lebendig zu machen. Es werden z.B. beim Erfühlen einer
Baumrinde verschiedene Sinne angesprochen und viele neue Wörter
entdeckt.
Förderunterricht in Klasse 1 (Sternchenstunden)
Sind die Kinder dann in der ersten Klasse,
begleitet die Lehrerin der Vorklasse sie und gibt Hilfestellung für
alle Kinder, die Ermutigung, spezielle Betreuung und Hilfestellung
brauchen. Dies geschieht während des Unterrichts oder auch in kleinen
Fördergruppen. Je nach Bedarf der Kinder wechseln diese Fördergruppen
während des Schuljahres.
Wichtig ist
die enge Verknüpfung des Unterrichts in der Klasse mit dem
Förderunterricht.
Im Regelunterricht geht die Lehrerin in angemessenem Tempo weiter, wobei
die Förderlehrerin mit jedem Kind in seinem eigenen Lerntempo arbeitet.
Der Förderunterricht umfasst neben den Unterrichtsinhalten auch die
grundlegende Förderung verschiedener Wahrnehmungsbereiche.
Im 1. Schuljahr steht im Fach Deutsch der Lese - und
Schriftsprach-erwerb im Vordergrund. Der Kieler Leseaufbau ist hier
eine große Hilfe. Im Fach „Mathematik“ ist der sichere Umgang
(plus/minus) im Zahlenraum bis 20 angestrebt. Mit den „Kieler
Zahlenbildern“ können den Kindern mathematische Grundlagen über
verschiedene Wahrnehmungsbereiche vermittelt werden.
Wichtig ist, dass die Kinder diese Arbeitsmethoden auch im Unterricht
angeboten bekommen.
Im 1. Halbjahr liegt der Förderschwerpunkt in folgenden Bereichen:
·
Auge-Hand-Koordination
·
Hand-Hand-Koordination
·
Festigen der Fingerkraft
·
Lockern des Handgelenks
·
Schwungübungen
·
optische Differenzierung
·
logisches Denken
·
Förderung der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinne (Anlaute...)
Die Förderung begleitend zum Unterrichtsstoff ist selbstverständlich.
Im 2. Halbjahr liegt der Schwerpunkt der Förderung auf dem Erwerb des
Lese - und Schriftspracherwerbs, sowie dem sicheren Rechnen im
Zahlenraum bis 20. (Addition/Subtraktion)
Die Kinder werden individuell unterstützt und ermutigt. Jeder
Lernfortschritt wird positiv verstärkt.
Ein weiteres wichtiges Ziel der Sternchenstunden ist, dass die Kinder
mit Freude lernen und so ermutigt werden, ihre Lernmöglichkeiten
effektiv einzusetzen.
Ein gelingender Schulanfang, der das Selbstvertrauen der Kinder fördert
ist eine wichtige Grundlage für das ganze weitere Leben.
Deshalb liegt uns die Förderarbeit der Kinder in dieser Altersstufe sehr
am Herzen.